Was ist eine Sandplatte?

Die Sandplatte (auch Sauberkeitsschicht, Kiespolster oder Gründungspolster genannt) ist eine verdichtete Schicht aus Kies oder Schotter, die unter der Bodenplatte Ihres Hauses liegt. Sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Hausgründung und erfüllt mehrere wichtige Funktionen.

Anders als der Name vermuten lässt, besteht eine Sandplatte heute meist nicht mehr aus Sand, sondern aus Frostschutzkies (0/32 oder 0/45). Dieser lässt sich besser verdichten und hat bessere statische Eigenschaften.

Funktionen der Sandplatte

  • Lastverteilung: Verteilt das Gewicht des Hauses gleichmäßig auf den Boden
  • Frostschutz: Verhindert Frostschäden durch kapillarbrechende Wirkung
  • Drainage: Leitet Sickerwasser vom Fundament weg
  • Ebenheit: Schafft eine plane Fläche für die Bodenplatte
  • Tragfähigkeit: Erhöht die Tragfähigkeit des Baugrundes

Sandplatte Kosten beim Hausbau

Die Kosten für eine Sandplatte setzen sich aus Arbeitslohn, Material und Entsorgung zusammen:

Sandplatte Kosten

ab 3.500 Euro
Arbeitslohn für Standard-Einfamilienhaus
  • Aushub des Mutterbodens (ca. 30-40 cm)
  • Einbringen des Frostschutzkieses
  • Lagenweise Verdichtung (98% Proctor)
  • Laser-Höhenkontrolle

Zusätzlich: Material 15-25€/m², Entsorgung nach Aufwand

Kostenfaktoren im Detail

Position Kosten
Arbeitsleistung (Aushub + Verdichtung) ab 3.500 €
Frostschutzkies (0/32), ca. 100m² 1.500 - 2.500 €
Entsorgung Mutterboden 500 - 1.500 €
Gesamtkosten typisch 5.500 - 7.500 €

Der Aufbau einer Sandplatte

Eine fachgerecht erstellte Sandplatte hat folgenden Aufbau (von unten nach oben):

  1. Gewachsener Boden: Der natürliche, tragfähige Untergrund
  2. Frostschutzkies: 20-40 cm verdichteter Kies (0/32 oder 0/45)
  3. Sauberkeitsschicht: Optional 5 cm Magerbeton oder feiner Splitt
  4. Bodenplatte: Die eigentliche Betonplatte (vom Bauunternehmen)

Die genaue Stärke der Sandplatte richtet sich nach dem Bodengutachten und den statischen Anforderungen.

So läuft die Erstellung ab

1

Abstimmung mit Bauträger

Wir sprechen uns mit Ihrem Bauunternehmen ab: Höhenkoten, Maße, Termine. Sie erhalten von uns ein Festpreis-Angebot.

2

Mutterboden abtragen

Wir tragen den Mutterboden (Oberboden) ab - typischerweise 30-40 cm. Dieser wird seitlich gelagert oder entsorgt.

3

Baugrube vorbereiten

Der Untergrund wird begutachtet. Bei Bedarf werden weiche Stellen ausgetauscht (nach Bodengutachten).

4

Kies einbringen

Der Frostschutzkies wird lagenweise (max. 30 cm pro Lage) eingebracht und mit der Rüttelplatte verdichtet.

5

Verdichtung & Kontrolle

Die Verdichtung erfolgt bis 98% Proctor-Dichte. Die Höhen werden per Laser kontrolliert.

6

Übergabe an Bauunternehmen

Die fertige Sandplatte ist bereit für die Bodenplatte. Sie erhalten eine Dokumentation.

Häufige Fragen zur Sandplatte

Braucht jedes Haus eine Sandplatte?

Bei Häusern mit Bodenplatte (ohne Keller) ist eine Sandplatte Standard. Bei Kellern wird stattdessen eine Sauberkeitsschicht unter der Bodenplatte eingebaut. Das Bodengutachten gibt Aufschluss über die nötige Gründung.

Kann ich die Sandplatte selbst machen?

Theoretisch ja, aber wir raten davon ab. Fehler bei der Verdichtung können zu Setzungen führen, die Risse in Wänden und Bodenplatte verursachen. Die Kosten für professionelle Ausführung sind im Vergleich zum Gesamtbauvorhaben gering.

Was passiert mit dem Mutterboden?

Der abgetragene Mutterboden wird entweder auf dem Grundstück seitlich gelagert (für spätere Gartenanlage) oder von uns fachgerecht entsorgt. Die Entsorgung wird nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet.

Sandplatte für Ihren Hausbau

Festpreis-Angebot innerhalb von 48 Stunden.